Verbindungsleitung nach Neuendorf

Verbesserung der Versorgungssicherheit

Die Wasserversorgung Härkingen bezieht das Trinkwasser vom Zweckverband Wasserversorgung Untergäu (ZVWVU). Diesem gehören die Wasserversorgungen von Boningen, Gunzgen, Kappel und Härkingen an. 

Die Hauptgrundwasserfassung ist das 1985 gebaute Pumpwerk Zelgli in Kappel. Es gehört je zur Hälfte dem ZVWVU und der Wasserversorgung Hägendorf. Für die Notversorgung existiert noch das Pumpwerk Härkingen aus dem Jahre 1913. Das Pumpwerk in Härkingen hat zwar eine moderne Pumpe, es ist sehr klein und hat keine Schutzzone. Weil es unmittelbar an einer Kantonsstrasse liegt, kann auch keine Schutzzone errichtet werden. Darum hatte der ZVWVU die Aufgabe eine bessere Notversorgung zu errichten.

Etwa gleich stellte sich die Frage der Versorgungssicherheit für den Zweckverband Wasserversorgung Gäu (ZV Gäu) mit den Gemeinden Egerkingen, Oberbuchsiten, Neuendorf, Niederbuchsiten, Kestenholz, Wolfwil und Fulenbach. Das Hauptpumpwerk des ZV Gäu liegt im Neufeld Neuendorf, einige Gemeinden besitzen noch Quellfassungen. Zur Verbesserung der Versorgungssicherheit in beiden Verbänden bot sich der Bau einer Verbindungsleitung zwischen den beiden Zweckverbänden an. Mit einer Verbindung kann bei einem Ausfall eines der beiden grossen Pumpwerke Neufeld oder Zelgli der volle Wasserbedarf des anderen Verbandes gedeckt werden.

Darum sind die beiden Zweckverbände übereingekommen eine Leitung von gut 2800 m Länge von Härkingen nach Neuendorf zu bauen. Im Normalbetrieb wird in den grossen Pumpwerken nur nachts mit günstigem Niedertarifstrom gepumpt. Im Notfall - wenn auch der Nachbarverband versorgt werden muss, kann auch zu übrigen Zeiten Wasser gepumpt werden.

Das alte Pumpwerk in Härkingen wurde aufgehoben und in diesem Gebäude wurden die nötigen Druckerhöhungspumpen installiert. Mit dieser Leitung können sich die beiden benachbarten Zweckverbände bei Bedarf aushelfen. Die Kunden der Wasserversorgungen in allen Gemeinden der beiden Zweckverbände profitieren von einer noch besseren Versorgungs-
sicherheit mit Trink-, Brauch- und Löschwasser.

Die Kosten von rund 1.9 Mio. Franken wurden von den beiden Verbänden je zur Hälfte aufgebracht. Diese Investition kann als eine Art einmalige „Versicherungsprämie“ für die Sicherung der Wasserversorgung betrachtet werden. Die neue Verbindungsleitung wurde 2010 realisiert und erfolgreich in Betrieb genommen.

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